Schon seit der ersten Version des Active Directory kennt der Verzeichnisdienst mehrere Betriebsmodi. Handelte es sich zu Windows-2000-Zeiten noch um die Unterscheidung von “Mixed Mode” und “Native Mode”, die angab, ob es im AD noch Domänencontroller (hier: BDCs) unter Windows NT 4.0 geben konnte, ist seither mit jeder neuen Version von Windows Server (mindestens) ein neuer Modus hinzugekommen. Damit stellt sich bei jedem Betriebssystem-Upgrade die Frage: Wann und wie soll ich den AD-Betriebsmodus anheben und welchem Risiko setze ich mich damit aus?
Zu dieser Frage hat das Active-Directory-Team bei Microsoft einen guten Blog-Artikel veröffentlicht, der die Hintergründe und Details beleuchtet. Die wichtigsten Aussagen im Überblick:
- Ein höherer Betriebsmodus kann generell erst dann aktiviert werden, wenn alle Domänencontroller der Domäne das dafür nötige Betriebssystem ausführen.
- Die Betriebsmodi betreffen die Art, wie Domänencontroller miteinander kommunizieren. Clients und andere Server sind davon (in aller Regel) nicht betroffen.
- Wer sich bezüglich einer Applikation unsicher ist, ob sie mit dem neuen Modus klarkommt, sollte mit deren Hersteller sprechen und eigene Tests ausführen.
- Das Wichtigste: Es hat seit dem Erscheinen von Active Directory noch niemals einen Fall gegeben, in dem ein Kunde durch das Heraufstufen des AD-Betriebsmodus ein ernsthaftes Problem erfahren hat.
Hier der Artikel:
[What is the Impact of Upgrading the Domain or Forest Functional Level? – Ask the Directory Services Team – Site Home – TechNet Blogs]
http://blogs.technet.com/b/askds/archive/2011/06/14/what-is-the-impact-of-upgrading-the-domain-or-forest-functional-level.aspx
http://faq-o-matic.net/?p=3201